Graue Haare – warum …?
Sonntag, November 1, 2009 17:00Der eine bekommt sie früher, der andere später, der Dritte, wenn er sich ständig ärgern muss: graue Haare. Deutsche Biophysiker der Uni Mainz haben nun gemeinsam mit Dermatologen der University of Bradford in Grossbritannien das Rätsel gelöst, warum graue Haare im Alter Realität werden. Je älter ein Mensch wird, desto mehr Wasserstoffperoxid bildet sich in den Haaren. Es verhindert mehr und mehr die Bildung der Farbpigments Melanin und sorgt letztlich damit für graue Haare
Wasserstoffperoxid, das im Alltag als Bleichmittel eingesetzt wird, entsteht beim Stoffwechsel überall im Körper. Wenn der Mensch noch jung ist, wird der Stoff im Körper wieder aufgebaut, mit zunehmenden Alter allerdings ist der Körper überfordert: Das Enzym Katalase, das Wasserstoffperoxid normalerweise neutralisiert, kommt in den Zellen nur noch in sehr geringer Konzentration vor – mit der Konsequenz, dass das Wasserstoffperoxid das Enzym Tyrosinase angreift und dabei einen bestimmten Baustein oxidiert, nämlich die Aminosäure Methionin. Diese aber ist Bestandteil des Melanins. So bekommen wir graue Haare – also ergrauen wir eigentlich nicht, sondern wir oxidieren – und das langsam, aber stetig


